Die Osterzgebirgsloipe (auch: "Skiloipe Osterzgebirge") existiert wie auch die Kammloipe bereits seit vielen Jahren als Fernwanderloipe. Neben der Bezeichnung Osterzgebirgsloipe ist aber durchaus auch der Begriff Skimagistrale (SM) in diesem Bereich gebräuchlich und entsprechend ausgeschildert. Was Schneesicherheit und regelmäßige Präparation anbelangt, so ist die Kammloipe im Westerzgebirge/Vogtland zwar im Vorteil. Trotzdem ist die Osterzgebirgsloipe sehr beliebt. Insbesondere der Abschnitt auf dem alten Bahndamm zwischen Teichhaus und Neurehefeld ist stets stark frequentiert. Die alte Osterzgebirgsloipe hat in Sayda ihren westlichen Ausgangspunkt. Hier führt ein Zweig der Loipe ins Holzhauer Skigebiet (nur in der Hauptsaison sporadisch gespurt). Über die Floßgrabenloipe erreicht man den Hauptzweig, der in Deutschgeorgenthal seinen Ausgangspunkt hat. Die Loipe endet in Altenberg. Wer will, kann aber am Großen Lugstein bei Zinnwald-Georgenfeld (nahe Wetterstation) auf die tschechische Seite wechseln, wo die böhmische KLM noch 14 weitere Kilometer nach Osten bis Adolfov oder bei sehr guter Schneelage gar bis Tisa/Sneznik im Elbsandsteingebirge führt.

Alternativ kann man auch in der Tschechischen Republik bleiben. Die tschechische Skimagistrale (KLM) wird in diesem Bereich regelmäßig gespurt und führt teilweise deutlich weiter südlich entlang über den kleinen Ort Dlouha Louka. Während die Loipe auf deutscher Seite als "Grenzloipe" meist windgeschützt im Rauschenbachtal bzw. im Tal von Mulde und Hirschbach verläuft, ist die Topographie und Charakteristik der KLM als "Kammloipe" ganz anders. Diese Loipe führt größtenteils durch lichten Wald oder Freiflächen. Damit ist die Gefahr von Schneeverfrachtungen durch Wind größer, andererseits ist durch die höhere Lage auch eine größere Schneesicherheit gegeben. Diese Loipe wird unter dem Abschnitt Dlouha Louka - Cinovec - Adolfov (KLM) vorgestellt.

Skiläufer, welche die Strecke als Tagestour absolvieren wollen, sollten statt Deutschgeorgenthal eher Holzhau als Startort wählen, da Deutschgeorgenthal ungünstig mit dem ÖPNV erreichbar ist (Bus ab Bahnhof Bienenmühle). Zwischen Holzhau und Altenberg verkehren Busse. Außerdem verfügen Holzhau und Altenberg über eine Zuganbindung. Vom Bahnhof Holzhau würde man zunächst die Bahndammloipe nutzen und im Holzhauer Ortsteil Teichhaus auf die Osterzgebirgsloipe/SM treffen. Da Altenberg höher liegt als Holzhau, ist Tagestouristen die Tour eher in entgegengesetzte Richtung zu empfehlen mit Altenberg als Start- und Holzhau als Zielpunkt. Nachfolgend wird die Osterzgebirgsloipe mit Ausgangspunkt Deutschgeorgenthal aber wie alle anderen Abschnitte in West-Ost-Richtung beschrieben.

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  Höhe Kilometer Station
620m 0 Deutschgeorgenthal, Loipeneinstieg
2 750m 4 Torfstraße, Abzw. Battlecke KLM, Abzw. Oberholzhau Nachtloipe
3 670m 6,5 Teichhaus, Bahndammloipe
4 720m 10 Neuhermsdorf, ehemaliger Bahnhof
5 800m 12,5 Neurehefeld
6 700m 15 Rehefeld, Abzw. Loipe Hemmschuh
7 720m 15,5 Abzw. Loipe Wüster Teich
8 780m 17 Loipengabelung Kahlebergloipe, SM nach Altenberg
9 820m 18 Loipenkreuzung Georgenfelder Weg - Loipe Kahleberg
10 880m 19 Loipenkreuzung Alter Zaunhäuser Weg - Loipe Kahleberg
11 830m 20 Abzw. Anschluss Altenberg
12 750m 22 Altenberg

In Deutschgeorgenthal orientiert man sich vom Grenzübergang aus zunächst an der Hauptstraße nach Rechenberg. Nach etwa 500 Metern zweigt die Straße links ab, während geradeaus an der Grenze die Loipe beginnt. Diese führt leicht bis mäßig ansteigend am Rauschenbach entlang (links Anbindungen zum Ringel/Sayda). Nach 4,5 Kilometern zweigt links die beleuchtete Nachtloipe von Oberholzhau ein. Bis zur Fischerbaude (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit) sind es nur ein halber Kilometer. Rechter Hand kann man dagegen nach Tschechien abzweigen. Die Osterzgebirgsloipe/SM führt weiter geradeaus über eine Kuppe und anschließend leicht bergab am Torfhaus (Einkehrmöglichkeit) vorbei. Einen Kilometer vor Erreichen des Teichhauses geht es etwas steiler bergab (gesonderter Weg abwärts und aufwärts), ehe der Weg wieder abflacht und zum Teichhaus im oberen Tal der Freiberger Mulde führt (Einkehrmöglichkeiten). Man orientiert sich rechts, die Loipe verläuft nun auf dem ehemaligen Bahndamm leicht bergauf. Während rechts ein nicht gespurter Weg über die Grenze nach Moldava führt zweigt später links die Loipe "3" (Bahndamm-Dreitellenloipe) ab.

Nach insgesamt 10 km passiert man den ehemaligen Bahnhof von Neuhermsdorf (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit, Skiimbiss), nach insgesamt 12,5 km gelangt man nach Neurehefeld (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten auf deutscher und tschechischer Seite). Hier endet die Loipe auf dem Bahndamm (kurzer steilerer Anstieg). Man quert die Straße am Grenzübergang und folgt der Loipe nun talwärts nach Rehefeld-Zaunhaus. Man bleibt unmittelbar an der Grenze und orientiert sich bei Rehefeld nach rechts (links Abzweig Loipe Hemmschuh zum Skilift, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Nun geht es wieder bergauf am Großen Warmbach entlang, wobei zunächst rechts ein Weg nach Tschechien über den Bach führt (Anschluss Loipen Nove Mesto), und links die Loipe Wüster Teich abzweigt. Im unteren Teil ist der Anstieg etwas steiler, flacht dann aber ab. Nach 17 km erreicht man die Kahlebergloipe: An dieser Loipengabelung existiert keine Ausschilderung von SM oder Osterzgebirgsloipe, jedoch führt die Skimagistrale nach links bergauf mit Endpunkt Altenberg Bahnhof. Rechts geht es nach Zinnwald-Georgenfeld.

Man folgt zunächst der Kahlebergloipe bergauf (in Gegenrichtung mittelschwere Abfahrt). Nach einem kurzen ebenen Teilstück gelangt man an eine große Loipenkreuzung: Die Loipe nach links führt Richtung Schellerhau (Gabelweg), die Loipe rechts führt zum Kahleberg mit Aussichtspunkt und Einkehrmöglichkeit (Kahlebergloipe), die Skimagistrale (SM) zweigt jedoch scharf rechts auf den Georgenfelder Weg ab. Diesem folgt man bergauf bis zur Schneise 28. Achtung! Jetzt nicht geradeaus laufen (Weg führt zu den Sportloipen der Biathlonarena), sondern kurz auf die Scheise nach links, dann gleich wieder den Weg rechts bergauf nehmen. Dieser Weg ist in der Regel maschinell gespurt und führt leicht kurvenförmig bergauf nördlich an den Sportloipen der Biathlonstrecke vorbei. Später erreicht man erneut kurzzeitig die Sportloipen der Biathlonarena, wobei man sich erneut nach links orientiert. Nun befindet man sich auf dem Alten Zaunhäuser Weg. Eine Skifernwanderwegsübersichtstafel wird passiert, ebenso die breite Schneise 30 (Winterwanderweg) und die Loipe (Kahlebergloipe). Man fährt nun einfach geradeaus weiter auf dem Alten Zaunhäuser Weg, der nun auch Teil der Loipe Kahleberg ist. Später mündet der Weg in den I-Flügel. Diesem folgt man einige hundert Meter (links Winterwanderweg nach Altenberg, Querung Eva-Steig mit Anschluss Schellerhau bzw. Zentraler Loipenparkplatz).

Eine Loipenkreuzung nach dem Eva-Steig folgt man nun links der Ausschilderung nach Altenberg. Der Weg quert später einen gewalzten Winterwanderweg. Die Loipe führt leicht bergab und erreicht nach insgesamt 22 km letztlich Altenberg nahe des Skihangs und des Bahnhofs. Der End- bzw. Startpunkt der Skimagistrale als deutsche Variante ist erreicht (Bahnanbindung, Loipenhaus).