Dieser Abschnitt der Skimagistrale konnte früher nur erfahrenen Skiläufern empfohlen werden. Mittlerweile existiert eine regelmäßig gespurte Loipe bis Horni Halze bzw. Medenec. Damit kann die Hälfte dieses Streckenabschnitts auf gespurten Loipen zurückgelegt werden. Insgesamt führt die Skimagistrale durch eine sehr einsame Gegend. Proviant für die Selbstverpflegung sollte in jedem Fall mitgenommen werden. In einigen Bereichen bleibt der offizielle Verlauf im vagen; eine Ausschilderung ist nur sehr spärlich und teilweise auf nicht mehr aktuellen Wegen vorhanden.

Insgesamt ist dieser Abschnitt zwischen Bozi Dar und Satzung sehr lang und zumindest im zweiten Teil dieses Abschnitts nicht maschinell gespurt. Nur gut trainierte Läufer können die rund 38 km lange Strecke von Bozi Dar bis Satzung an einem Tag zurücklegen. Andererseits bestehen nur sehr wenige Übernachtungsmöglichkeiten zwischen dem Klinovec (Keilberg) und Satzung. Unmittelbar am Klinovec befinden sich noch einige Hotels, die aber besonders von alpinen Skifahrern genutzt werden. Ansonsten kommen noch Unterkunftsmöglichkeiten in Kovářská (Schmiedeberg) oder Měděnec (Kupferberg) in Frage. Alternativ kann man auch ab Cerny Potok nach Jöhstadt über die Grenze fahren. Da dies letztlich einen weiteren Umweg darstellt, wird darauf in der folgenden Beschreibung aber verzichtet.

Eine alternative Möglichkeit besteht darin, auf das Teilstück über das Keilberggebiet zu verzichten und auf gespurten Loipen über Oberwiesenthal und den Neudorfer Skiwanderweg nach Bärenstein zu laufen. Ab Bärenstein bestehen dann folgende Möglichkeiten: 1) Autotransfer bis Satzung oder 2) Skitour Bärenstein - Vejprty - Cerny Potok - Staumauer Preßnitztalsperre - Satzung. Variante 2 ist laut Aussage eines erfahrenen Kammtour-Skiläufers zeitmäßig etwas kürzer als die konventionelle Strecke über Medenec, wobei im Bereich Bärenstein - Vejprty mindestens über 2km die Skier getragen werden müssen. In den beiden Loipenkarten ist diese Route als Alternative eingezeichnet. Nachfolgend wird nur die konventionelle Streckenführung dargestellt.

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Variante "Medenec" über Zechengrund:

  Höhe Kilometer Station
1 1030m 0 Bozi Dar
2 1090m 1 Grenzübergang (Hranice) Bundesstraße 95
3 900m 5 Abzw. Loipe nach Loucna im Zechengrund
4 980m 7,5 Skigebiet Klinovec - Talstation Damska Sessellift
5 1020m 9,5 Pod Meluzínou nahe Wirbelstein/Meluzina - Zusammenschluss mit Loipenvarianten Keilberg
970m 12,5 Pod Vysokou seci - Abzw. Skiwanderweg Ri. Kovarska
7 890m 15,5 Ende der Loipe Loucna-Horni Halze
8 870m 16,5 Horni Halze Parkplatz
9 850m 19 Medenec
10 820m 21 Waldeingang Medenec nahe Bahnhof / Straßenquerung
11 840m 22,5 Unterquerung Eisenbahnstrecke
12 810m 24 Verlassen der gespurten Loipe Medenec
13 750m 24,5 Querung Straße S223 (Medenec-Rusova)
14 760m 30 Zusammenschluss Variante Medenec/Kovarska unterhalb des Hassbergs (Jeleni hora)
15 890m 33 Grenzübergang Preßnitzweg/Ortsloipen Satzung 
16 860m 37 Loipenparkplatz Satzung
17 880m 38 Hirtsteinbaude Satzung

Bereits in Bozi Dar steht man vor der Entscheidung, welche Streckenvariante man nutzen möchte. Die ausgeschilderte KLM-Strecke ist am Keilberg (Klinovec) unterbrochen und beginnt offiziell erst wieder östlich des großen Klinovec-Skigebiets.

Eine Orientierung am roten E3-Wanderweg führt bergauf mitten durchs Skigebiet im Bereich Neklid. Diese Strecke ist nur außerhalb der Skibetriebszeiten oder in der Nebensaison eine gute Wahl sowie tendenziell bei einer Skiwanderung in Ost-West-Richtung. Meist besser ist es in Bozi Dar die regelmäßig gespurte Loipe nach Loucna zu nehmen. Die Loipe ist etwas seltener als andere Loipen von Bozi Dar gespurt.

In Bozi Dar orientiert man sich nach Norden. Die Loipe startet unweit der Kirche in einer Senke am Ortsrand. Eine regelmäßig gespurte Loipe führt am Südhang bergauf zwischen den Skiliften Hranice Richtung Grenzübergang der Bundesstraße 95. Unmittelbar am Grenzübergang quert man die Straße. Anschließend verläuft die Loipe am Waldrand entlang der deutsch-tschechischen Grenze bergauf. Auf rechter Seite befindet sich die Straße und der Neklid-Bereich des Keilberg-Skigebiets. Anschließend geht es an den Windrädern vorbei. Während die gespurte Loipe leicht links weiterführt, existieren Schneemobilspuren geradeaus zum Keilberg (siehe Streckenvarianten Keilberg).

Nachfolgend sind drei Wegvarianten vorgestellt: Eine Variante über Loucna unterhalb am Skigebiet Klinovec vorbei (Nachteil: viele Höhenmeter, 1 km Ski tragen auf geräumter Straße), eine Variante direkt über den Keilberg (Nachteil: 3 km nicht gespurt, 600m Abfahrt auf der Skipiste) und eine Variante knapp nördlich unterhalb des Keilberg-Gipfels (Nachteil: 2,5 km nicht gespurt, Querung mehrerer vielbefahrener Skipisten).

Streckenvariante Zechengrund/Loucna

Im Bereich der Windräder erreicht man mit knapp 1170 Meter Höhe den höchsten Punkt des Streckenabschnitts (KK006). Hinsichtlich Loipenpräparation endet hier auch der Zuständigkeitsbereich von Bozi Dar und beginnt das Loipengebiet von Loucna. Anschließend beginnt eine sehr steile, rasante Abfahrt bergab in den Zechengrund. An einer Loipengabelung orientiert man sich links (Empfehlung). Dieser Weg ist etwas weniger steil als die Loipe geradeaus/rechts. Später führen beide Loipen wieder zusammen.

Am Ende der Abfahrt erreicht man das "Fuchsloch" (KK003/KK002). Während geradeaus die Loipe nach Loucna führt, zweigt man rechts ab bergauf. Es existieren in der Regel 2 Varianten, eine sehr steile Strecke direkt bergauf und eine zweite Variante im Tal bergauf (Empfehlung).

Kurz nachdem beide Loipen wieder zusammenführen, erreicht man den Waldrand unterhalb des Keilberg-Skigebiets. Die Loipe verläuft auf freier Fläche über das Feld. Nach einer kurzen Abfahrt gelangt man zum CineStar-4er-Sessellift mit orangenen Hauben. Spätestens hier endet die Loipe. Nun nutzt man für 400 Meter einen breiten, gewalzten Skiweg, der den Sessellift mit dem Parkplatz verbindet. In diesem Bereich muss mit regem Betrieb alpiner Skifahrer gerechnet werden. Eine Skipistenquerung ist aber nicht notwendig. Bei Erreichen des Parkplatzes sind für etwa einen Kilometer die Skier zu tragen, da man auf einer geräumten Straße entlanglaufen muss. Man orientiert sich zum Sessellift Damska bergauf. Anschließend läuft man links die Straße am Hang entlang.

Die Loipe beginnt ca. 800 Meter hinter dem Hotel Nástup und führt auf der Straße S223 in Richtung Horní Halže (KK010). Die Straße ist seit 2013 im Winter bei entsprechender Schneelage (> 20 cm Schnee) für den Autoverkehr gesperrt. Die breite Loipe verläuft direkt auf der Straße. Nun ist die Orientierung ziemlich einfach. Nach weiteren 2 Kilometern zweigt man an einer Schutzhütte links ab (KK011). Geradeaus existiert eine Loipe zum Wirbelstein (Meluzina) und dem Loipennetz südöstlich des Keilbergs. Hier münden die Keilberg-Varianten ein, die nachfolgend näher beschrieben werden.

Streckenvarianten Keilberg (Traverse und Überfahrt)

Anstelle der Abfahrt ins Tal bis kurz vor Loucna, gibt es mehrere Möglichkeiten weiter oberhalb am Keilberg zu bleiben. Prinzipiell lässt sich der Keilberg südlich umfahren (hier keine nähere Beschreibung mehr dieser längeren Variante), direkt überfahren oder leicht nördlich passieren.

Die nördliche Umfahrung (Traverz) ist abfahrtstechnisch und streckenmäßig die bequemste, die Strecke östlich der Skipisten ist regelmäig maschinell präpariert. Dafür müssen aber ganze sechs vielbefahrene, steile Skipisten, ein Schlepplift und 3 Sessellifte gequert werden. Die Gipfelvariante direkt über den Keilberg (Klinovec) ist kaum länger als die Nordumfahrung, man hat bei gutem Wetter eine gute Fernsicht aufs Gebirge und es muss kein einziger Skilift direkt gequert werden. Der Nachteil besteht hierin, dass ab dem Gipfel keine Loipe und auch kein häufig befahrener Skiwanderweg bergab Richtung Süden/Südosten existiert, was ungeübten Skifahrern bei Tiefschnee nicht zwangsläufig zu empfehlen ist - ebenso wenig wie eine Abfahrt auf der alpinen Damska-Abfahrtspiste.

Variante 1 - Traverse: Ab den Windrädern folgt man den Schneemobilspuren zur Straße unmittelbar an der Keilbergauffahrt. Der Keilbergauffahrt folgt man nun bergauf (teilweise Skilanglauf rechts der Straße möglich). An einer Kurve quert man die Straße und zweigt auf einen breiten, ungespurten Waldweg links ab (Traverse am Keilberg). Es geht nun es ebenerdig bis zur ersten Skipiste, ab der ersten Skipiste ist der Weg leicht abfallend. Bei Querung der verschiedenen Skipisten ist Vorsicht geboten (teilweise harter Kunstschnee, viele Skifahrer, steiles Gefälle). Nach Querung der letzten Skipiste (Damska) beginnt direkt die regelmäßig gespurte Loipe (KK019). Nun geht es eben am Hang entlang. An einer Loipenabzweigung orientiert man sich rechts (links ist auch möglich). Es folgt eine mittelschwere bis schwere Abfahrt. Anschließend geht es wieder leicht bergauf bis zum Meluzina (Wirbelstein). Unterhalb des Wirbelsteins wird die breite Loipe nach Horni Halze auf einer im Winter für den Autoverkehr gesperrten Straße erreicht (Zusammenschluss mit Variante Loucna).

Variante 2 - Keilbergüberfahrt: Zunächst ist der Weg identisch mit Variante 1 und führt entlang der Keilbergauffahrt. An einer Kurve kann man nun dem Wanderweg auf den Gipfel folgen anstatt der Straße. Bergab ist auch eine Fahrt auf der flachen Rondo-Skipiste in diesem Bereich gut möglich. Vom Gipfel aus kann man auf der blau markierten Damenabfahrt (Piste 2) bis zum Startpunkt der Loipen am Nordosthang kommen (ca. 600 Meter, Loipenbeginn am Punkt KK019). Je nach Schneelage (Vorsicht bei hartem Kunstschnee) und Andrang auf der Skipiste kann die Abfahrt mit Langlaufski schwierig sein. Alternativ existiert ein nicht präparierter Waldweg nahe der Bergstation des PRIMA-Sessellifts auf der Keilbergsüdseite. Später zweigt man links ab und erreicht die gespurte Loipe. Diese Wege sind bei Tiefschnee allerdings nicht leicht zu finden, das Profil ist anspruchsvoll. Nach Erreichen der breiten Loipe nordöstlich des Keilbergs ist die Strecke identisch mit Variante 1. Man folgt den gespurten Loipen bis zum Meluzina und dem Zusammenschluss mit der Variante Loucna (KK011).

Weiterer Verlauf bis Horni Halze

Auf breiter Loipe folgt nun eine leichte Abfahrt. Später ist das Streckenprofil wieder eben. An einer Schutzhütte könnte man links Richtung Kovarska Bahnhof ins Tal abzweigen (manchmal gespurt). Die Hauptloipe führt jedoch weiterhin geradeaus, zunächst noch leicht ansteigend nördlich am 1006m hohen Vysoka Sec (Hoher Hahn) vorbei. Es folgt eine leichte Abfahrt Richtung Horni Halze. Bevor das Ende breiten Loipe erreicht ist, muss man sich an einer kleinen Freifläche (rechts örtliche Loipe von Horni Halze) entscheiden, ob man die Variante östlich der Talsperre Preßnitz über Měděnec wählt, oder ob man die Variante über Kovarska, Cerny Potok/Jöhstadt und die Staumauer der Talsperre bevorzugt.

Vor die Wahl gestellt, ob eher über Měděnec oder über Cerny Potok, so würde ich stark die Variante über Měděnec empfehlen. Die etwas kürzere Měděnec-Variante hat den Vorteil, dass hier auch einige Tschechen, die mehrtägige Skitouren auf dem Erzgebirgskamm in Angriff nehmen, diese Strecke fahren werden, während man nördlich von Kovarska wohl tatsächlich keine anderen Skiläufer antreffen wird. Tendenziell ist auch die Gefahr geringer, dass man sich verläuft. Bei sehr windigen Wetterverhältnissen mit schlechter Sicht könnte sich dagegen die Kovarska-Variante als vorteilhaft erweisen, da diese im Gegensatz zur Měděnec-Variante fast ausschließlich im Wald verläuft.

Hinweis: Manchmal ist auch bei prinzipiell guter Schneelage die Straße zwischen Loucna und Horni Halze geräumt. An anderer Stelle wird Skilanglauftour 22 vorgestellt, welche eine Alternativroute etwas südlich der Straße vorstellt (teilweise gespurt ab Horni Halze).

Variante Měděnec (empfohlen)

Zunächst folgt man weiter der gespurten Loipe. Einige hundert Meter vor dem Ortseingang Horni Halze endet die breite Loipe. Links zweigt die geräumte Straße aus Richtung Kovarska ein. Bei guter Schneelage wird mittlerweile eine per Skidoo/Motorschlitten präparierte Loipe von Horni Halze bis Medenec gespurt. Zunächst führt die Loipe rechts, anschließend links parallel zur Straße entlang nach Horni Halze. Bei Erreichen der Siedlung zweigt die Loipe links in den Wald. Es geht nun hinter einigen Häusern auf einem kleinen Weg durch den Wald und teilweise über Wiesen. Dabei wird ein Parkplatz passiert (am Wochenende Einkehrmöglichkeit am Skilift).

Am Waldausgang angekommen, bietet sich ein schöner Blick nach Süden. Auch der markante Kupferhübel ist zu sehen. Die Loipe führt nun über freies Feld nach Měděnec leicht bergab. Die Loipe führt zwischen dem Ort und dem Kupferhübel ostwärts. Am Rodelhang geht es dann rechts zur Straße am Informationszentrum "Mědník" in Měděnec (insgesamt 19 km ab Bozi Dar bei Streckenvariante Loucna/Zechengrund).

Wer Zeit hat, kann bei Měděnec einen Abstecher auf den markanten gleichnamigen Berg mit Turm (Mědník - Kupferhübel) unternehmen, von wo aus eine hervorragende Fernsicht möglich ist. Im Ortszentrum befinden sich mehrere Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, von denen zumindest ein Lokal geöffnet sein sollte. Anbieten tut sich beispielsweise das Lokal "U medveda" an der Straße talwärts nach Klasterec gelegen.

Am östlichen Ortsausgang gelangt an eine abbiegende Hauptstraße am Ortsrand. Gegenüberliegend auf dem Feld beginnt - mit etwas Glück - eine präparierte Skilanglaufstrecke (in der Regel nur Samstagvormittag neu präpariert). Man nutzt den nördlichen Weg auf dem Feld (Verwehungen möglich). Später kommt man bereits in die Nähe der Bahngleise. Die Loipe führt hinter einem Haus (ehemalige Pension DUHA) nahe des Bahnhofs Medenec an eine Straße. Unmittelber am Bahnübergang der Straße quert die Loipe die Straße. Die am Wochenende gespurte Loipe führt nun in den Wald. Hier sind die Loipen mit "SM" (für "Ski Měděnec") markiert.

Eine leichte Abfahrt folgt, dann zweigt man links ab auf einen kleinen Weg durch den Wald. Hier quert man die Bahnstrecke mittels Unterführung (rote markierte Loipe in umgekehrter Richtung). Anschließend führt die Loipe parallel zur Bahnstrecke nach Norden. Nach Passage eines kleines Teichs ist die Loipe recht windanfällig. Der Preßnitzstausee wird sichtbar. Zunächst folgt man aber der Loipe leicht bergauf parallel zur Bahnstrecke. Wenn die Loipe langsam bergab führt und nach Osten dreht, verlässt man diese links Richtung Stausee.

Man orientiert sich an einem kleinen Wäldchen unterhalb im Tal. An diesem Wäldchen sollte man links vorbei fahren bis zum Waldrand und dann zur Straße. Idealerweise erreicht man die Straße direkt an einem Bach, welcher hier die Straße unterquert. Man läuft jetzt über die Straße an der Bachquerung und auf der anderen Seite startet dann direkt der Weg zum Stausee (Ausschilderung Fahrradweg 23 nach Kalek). Diesem recht breiten Weg folgt man nun zunächst leicht bergab, später eher bergauf oberhalb des Stausees am Hang entlang.

Achtung: Manchmal ist der Weg wegen Forstarbeiten geräumt und dann nur bedingt für Skilanglauf geeignet - alternativ ist eine Fahrt weiter östlich übers Feld möglich. Der Bereich zwischen Weg und Stausee ist größtenteils bewaldet. Damit ist dieser Bereich weniger windanfällig als zuvor die Strecke bei Medenec. Später geht es bergab über eine Brücke und anschließend wieder bergauf. Von nun an verläuft der Weg durch den Wald am Hang entlang. An möglichen Weggabelungen orientiert man sich tendenziell links, insbesondere an einer schön gestalteten Quelle (Karlův pramen) mit Rastmöglichkeit. Rechts führen einzelne Wege bergauf zum Hassberg. Nachdem etwa 2 Kilometer im Wald zurückgelegt sind, erreicht man den blau markierten Weg aus Richtung der Staumauer. Dies ist der Zusammenschluss mit der Variante über Kovarska und Cerny Potok/Jöhstadt.

Achtung: Die Strecke ab Měděnec liegt sehr einsam ohne irgendwelche Häuser und ist ab dem Preßnitzstausee nicht mehr maschinell gespurt. Auch davor bei Měděnec und Horni Halze wird nur am Wochenende ab und an maschinell gespurt. Durch das offene Gelände muss mit Schneeverwehungen gerechnet werden, was ein Vorankommen insgesamt schwierig gestaltet. Durch Verwehungen kann insbesondere bei Měděnec, aber auch östlich der Talsperre Flaje die Schneedecke recht dünn werden. Bei Nebel kann eine Orientierung auf dem Feld schwierig werden. Unterschätzen Sie die Streckenlänge nicht! Von Měděnec nach Satzung sind es fast 20 Kilometer, ohne dass irgendeine Siedlung passiert wird. Sehr schwierige Abfahrten sind bei dieser Variante nicht vorhanden.

Variante Kovarska/Černý Potok (Alternative)

Von der gespurten Loipe Loucna - Horni Halze zweigt man an der kleinen Fleifäche rechts der Straße scharf links ab. Zuletzt war der Weg durch Motorschlitten gewalzt. Man folgt dem Weg geradeaus bergab. An einer Weggabelung orientiert man sich rechts. Nun folgt eine steile Abfahrt. Nach Querung eines Bachs (Vorsicht!), erreicht man das Tal und eine Wegkreuzung. Die Empfehlung lautet hier links abzuzweigen und dem Tal bergab zu folgen. Anschließend folgt man dem Weg parallel zu den Bahngleisen der Bahnstrecke Vejprty-Chomutov.

Die Bahnstrecke Vejprty-Chomutov ist nach aktuellem Kenntnisstand nur noch in den Sommermonaten in Betrieb. Daher bietet es sich bei entsprechender Schneelage an, nach Querung der Straße Medenec - Kovarksa direkt auf den Bahngleisen Richtung Medenec zu laufen. Nach Passage des "Bahnhofs" Kovářská městys folgt man einem Waldweg nach links. Dieser führt geradeaus nach Norden (Vorsicht bei einer Bachquerung) und quert die kleine Straße Kovarska - Preßnitzstausee.

Anschließend ist der Streckenverlauf sehr vage. Der direkte Weg auf der Waldschneise geradeaus führt teilweise steil bergab. Daher sollte man sich nach Querung der Straße an den markanten beiden Spitzbergen (Špičák) orientieren. Man läuft zunächst am kleinen Spitzberg vorbei. Anschließend erreicht man eine breite Waldschneise, der man nach Norden folgt. Den Schmiedeberger / Großen Spitzberg (Velký Špičák) passiert man westlich. Nun führt die Schneise leicht, später mittelschwer bergab. Auf dem gelb markierten Wanderweg (Abzweigung nach links) geht es weiter bergab ins Tal der Černá voda (Schwarzwasser). Östlich des Bachs etwas oberhalb folgt man dem Weg am Hang entlang bis nach Černý Potok. Hier quert man die Straße und läuft weiter nach Norden an einzelnen Häusern vorbei. Die kleine Siedlung liegt direkt an der Grenze. Nach Jöhstadt sind es nur zwei Kilometer (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Am Waldrand führt rechts ein blau markierter Wanderweg bergauf in den Wald nach Osten (in Gegenrichtung steile Abfahrt, zuletzt geräumt aber befahrbar). Später zweigt der Weg nach rechts ab. Man läuft südöstlich leicht bergab zur Staumauer der Preßnitztalsperre (Straße nach Kryštofovy Hamry mit Übernachtungsmöglichkeit). Diese quert man und folgt dem Weg anschließend geradeaus bergauf. Es kommt zum Zusammenschluss der zwei Loipenvarianten.

Weg bis nach Satzung

Nachdem beide Varianten wieder vereint sind, folgt ein drei Kilometer langer Anstieg auf dem blau markierten Wanderweg am Fuße des markanten 994m hohen Jelení hora (Haßberg). In Gegenrichtung ist die Abfahrt als leicht bis mittelschwer einzuordnen in Abhängigkeit der Schneeverhältnisse. Zum Teil ist dieser Weg im Winter geräumt und per Ski damit schlecht zu befahren. Am Ende des Aufstiegs führt die Loipe zunächst fast flach geradeaus. An einer lichten Waldstelle zweigt die Skimagistrale nun leicht links ab (keine Ausschilderung!). Es folgt eine kurze Abfahrt. In der Senke befindet sich der Grenzübergang. Häufig spurt Satzung bis an die Grenze bereits eine Loipe. Ansonsten beginnt spätestens 300 Meter später die in der Regel perfekt gespurte Loipe (grün markierte "12-km-Loipe" von Satzung).

Man folgt nun der Beschilderung "SM" und der grünen Loipenbeschilderung der Ortsloipe über die Kuppe, dann bergab bis zu einer Loipenkreuzung. Hier geht es nun rechts bergauf bis zum Waldrand mit Schutzhütte und schlussendlich am Waldrand entlang bis zum zentralen Loipeneinstieg von Satzung. Im Ort befinden sich Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten (wer im Ortszentrum übernachtet kann über die "Sonnenloipe" abkürzen). Endpunkt dieses Loipenabschnitts soll jedoch die Hirtsteinbaude als Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit direkt an der Skimagistrale sein (alternativ Hirtsteinbungalow Ferienappartements nebenan). Diese erreicht man über eine Loipe am Waldrand entlang bergauf (Verwehungen möglich). Nach insgesamt rund 38 Kilometern bei Nutzung der Streckenvariante Loucna/Zechengrund und Route über Medenec wird der Endpunkt diese Abschnitts erreicht.

Weitere Informationen zur Tourenplanung

Touren für Tagestouristen ohne gleichen Hin- und Rückweg:

Gesamte Strecke:

Wer die gesamte Strecke an einem Tag ablaufen möchte, findet natürlich keine gute Verbindung mit öffentlichem Personennahverkehr zwischen Bozi Dar und Satzung. Erstaunlicherweise verfügt Satzung wochentags aber über eine gute Busverbindung nach Annaberg-Buchholz. Wer es bis 17.15 Uhr nach Satzung schafft, erreicht 19 Uhr Oberwiesenthal. Ansonsten bleibt nur die Variante der Anreise mit 2 Autos.

Teilstrecken:

Bozi Dar - Medenec
Zwischen Medenec und Bozi Dar verkehrt jeweils einmal täglich (auch am Wochenende) ein direkter schneller Bus. Anbieten tut sich allerdings diese Möglichkeit nur, wenn man in Medenec startet (das Auto abstellt), da jeweils ein Bus frühs von Medenec nach Bozi Dar fährt und nachmittags entsprechend von Bozi Dar nach Medenec.

weitere Informationen:
idos.cz
vms.de

Achtung! Mögliche Fahrplanänderungen können zu Veränderungen führen. Bitte nehmen Sie einen Skisack zum Transport der Skier im Bus mit.

Informationen für Mehrtagestourenskiläufer

Je nach Schneeverhältnissen und individueller Kondition ist eine Tagestour Bozi Dar-Satzung schaffbar. Ich war im Januar 2012 (die Loipe Loucna - Horni Halze existierte noch nicht) gegen 9.00 Uhr in Bozi Dar gestartet und war 17.00 Uhr zum Sonnenuntergang an der Hirtsteinbaude angekommen, die als Unterkunft direkt an der Skimagistrale empfohlen werden kann. Die Hirtsteinbungalow Ferienappartements befinden sich ebenfalls nahe des Hirtstein-Gipfels - diese Unterkunft bietet ebenfalls Abendverpflegung und Frühstück und wurde von anderen Skiläufern sehr empfohlen. Alternativ bestehen im Ort Satzung weitere Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Mittagspause habe ich gegen 13.00 Uhr für (nur) eine reichliche halbe Stunde in einem Gasthaus in Medenec gemacht. Das Tempo würde ich als zügig aber nicht sonderlich schnell bezeichnen. Da ich über den Keilberg gelaufen bin, könnte man hier mittels nördlicher Route sicherlich nochmals ein paar Minuten einsparen, ebenso die vielen Pausen für Fotos. Andererseits war gerade östlich des Keilbergs richtig gut gespurt, was nach Neuschnee unter der Woche nicht der Fall sein dürfte. Generell ist bei Neuschnee ohne Spuren von vorherigen Läufern erheblich mehr Zeit einzuplanen. Medenec würde ich prinzipiell als guten Übernachtungsort einschätzen, wenn man sich mit einfachen Unterkünften zufrieden gibt. Allerdings sollte man in diesem Fall reichlich Verpflegung mitnehmen, da Einkehrmöglichkeiten zwischen Keilberg und Medenec wie auch zwischen Medenec und Satzung nicht vorhanden sind. Höchstens am Wochenende besteht am Skihang von Horni Halze eine Imbissmöglichkeit.