Dieser Abschnitt der Skimagistrale ist gut ausgeschildert und wird regelmäßig gespurt, auch wenn nicht damit gerechnet werden kann, dass täglich oder nach jedem Neuschnee sofort ein neue Spur aufgesetzt wird. Insgesamt hat sich in deisem Bereich die Beschilderung und regelmäßige Instandhaltung der Loipen in den letzten Jahren deutlich verbessert. Der tiefste Punkt der Strecke liegt auf 850 bzw. 870 Meter Höhe, d.h. im gesamten Streckenverlauf kann von einer hohen Schneesicherheit ausgegangen werden. Nachteilig kann sich die teils offene Lage der Loipe auswirken. Je nach Schneebeschaffenheit können Verwehungen auftreten. Auf der gesamten Streckenlänge wird keine einzige Siedlung passiert mit Ausnahme einzelner Häuser oberhalb von Hrebecna und bei Cervena Jama. Die Orte Pernink und Horni Blatna mit Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten liegen jedoch nicht weit von der Skimagistrale entfernt. Im Falle einer Tagestour bietet es sich natürlich an in Oberwiesenthal bzw. am Loipenparkplatz der Skiarena zu starten und nach Johanngeorgenstadt zu laufen, da es in dieser Richtung mehr bergab als bergauf geht. Hinweise zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel findet man am Ende dieser Seite.

Deutsche Skiläufer werden in der Regel in Johanngeorgenstadt starten. Eine Verbindungsloipe führt von der Kammloipe aus zur tschechischen Skimagistrale. Alternativ ist die Etappe ab Jeleni (Hirschenstand) beschrieben. Ziel der Etappe ist Bozi Dar (Gottesgab). Ein Zweig der Skimagistrale als SM ausgeschildert führt alternativ nach Oberwiesenthal.

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Variante mit Startpunkt Johanngeorgenstadt und Ziel in Bozi Dar

  Höhe Kilometer Station
1 870m 0 Johanngeorgenstadt, Startpunkt Kammloipe
2   930m 2 Abzw. Henneberg/SM-Skimagistrale von der Kammloipe
3 850m 5 Grenzübergang Korec / Scheffelsberg
4 970m 5,5 Zusammenschluss SM und KLM (KK231)
5 1000m 7 Schutzhütte am Zajeci/Rammelsberg
6 920m 9,5 Querung Weg Horni Blatna - Nove Hamry
7 960m 10,5 Abzw. zum Skilift und Bahnhof Pernink (KK227)
8 900m 12 Querung Eisenbahnstrecke (KK225)
9 900m 14 Querung Straße Horni Blatna - Pernink (KK203)
10 880m 14,5 Abzw. Pernink (KK205)
11 970m 17 Abzw. Abertamy (KK213)
12 1000m 18 Abzw. Bludna, Schutzhütte und Imbiss Červená Jáma (Rote Grube)
13 1020m 23,5 Abzw. Loipe Plesivec und Karluv beh (KK125)
14 1020m 24 Abzw. Anschlusszweig SM Oberwiesenthal (KK119)
15 1020m 27,5 Bozi Dar (KK135)

KLM-Startpunkt Jeleni
Die gespurte Loipe der tschechischen KLM-Skimagistrale startet in der kleinen Siedlung Jeleni (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit) am unteren Ortsende. Jeleni selbst ist auch bereits von der Kammloipe aus über den Hirschenstander Pass erreichbar (Reitsteig). In der Regel ist dieser Weg ebenfalls gespurt.

Die KLM-Loipe führt zunächst steil bergauf (in Gegenrichtung steile Abfahrt!). Später flacht der Anstieg ab und die Loipe führt am Hang entlang leicht bergauf. Am Ende des Anstiegs wird nach etwa 2 Kilometern eine große Schutzhütte erreicht. Hier mündet links die deutsche SM-Skimagistrale ein.

SM-Startpunkt Johanngeorgenstadt
Startet man in Johanngeorgenstadt, so folgt man zunächst der Kammloipe nach Westen. Am Ende des Anstiegs nach etwa 2 Kilometern erreicht man eine Freifläche (Orkanschäden). Hier zeigt ein deutlich sichtbares oranges Schild den Weg nach links (Anschlussloipe A3). Zunächst folgt ein ebenes bis leicht abfallendes Teilstück bis zum Gasthaus Henneberg (teilweise muss ein Nassstelle umfahren werden). Nach Passieren des Gasthauses geht es zunächst steiler bergauf zur tschechischen Grenze. Später flacht der Anstieg ab und die Loipe führt zum Grenzübergang am 982m hohen Korec. Es folgt eine kurze mittelschwere Abfahrt, dann erreicht man den breiten Hauptweg der KLM-Skimagistrale, der von Jeleni her kommt.

Gemeinsam führt nun der Weg am Hang entlang zunächst kurz bergab, später bergauf. Nach Süden und teilweise auch nach Norden zu fällt der Hang steil ab. Es wird eine Schutzhütte auf knapp 1000m passiert (Rammelsberg - Zajeci hora). Es folgt eine leichte Abfahrt, anschließend quert man die Straße Horni Blatna - Nove Hamry, die im Winter allerdings in der Regel für Autos nicht passierbar ist. Die Skimagistrale verläuft nun kurz parallel versetzt zur "Straße" Richtung Horni Blatna (Platten) auf einem unbefestigten Waldweg. Dann zweigt der Weg rechts ab und es geht wieder leicht bergauf. Kurze Zeit später zeigt eine Wanderwegsbeschriftung den Weg nach links bergab Richtung Pernink. Dieser Weg ist in der Regel nicht gespurt (oftmals Nassstellen!). Vielmehr sollte man noch etwa 300 Meter auf dem breiten geloipten Weg bleiben und erst dann links der gespurten Loipe bergab folgen.

Der Weg bergab zweigt gleich nach wenigen Metern rechts ab. Kurze Zeit später wird die Abfahrt wieder steiler (insgesamt mittelschwere bis schwere Abfahrt). Am Ende der Abfahrt und einem Flachstück wird eine kleine Kapelle im Wald passiert. Jetzt geht es ebenerdig bis leicht bergab bis zum Bahnübergang. Unmittelbar am Bahnübergang wird auch der Waldrand erreicht. Es geht nun bergab bis zu einem Wegweiser auf offenem Feld (Verwehungen möglich). Man folgt der Stangenmarkierung nach links bis zum Wald. Anschließend läuft man parallel zu Strommasten in einer Waldschneise entlang nach Norden. Am Waldausgang wird eine Schutzhütte erreicht. Geradeaus führt eine Anschlussloipe leicht bergab nach Horni Blatna (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten).

Die Skimagistrale zweigt rechts ab und führt anschließend wieder in den Wald zur Straße Horni Blatna - Pernink. Diese Straße quert man und folgt der Loipe am Waldrand und später in den Wald. Zunächst orientiert man sich jetzt bei Loipenabzweigungen immer nach links. Hier, bzw. wenige Meter später erneut, zweigt rechts ein Weg ab bergab nach Pernink (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Nachdem scharf rechts erneut eine Loipe nach Pernink führt, geht es nun auf breiter Trasse kontinuierlich bergauf (in Gegenrichtung leichte bis mittelschwere Abfahrt). Nach einem ebenen bis leicht abfallenden Teilstück orientiert man sich in einem kleinen Tal nach rechts (geradeaus Loipe nach Horni Blatna / Plattenberg). Die Loipe führt wieder bergauf auf einem kleinen Weg bis fast der Waldrand erreicht wird. Rechts führt hier eine Loipe nach Abertamy bzw. zurück nach Pernink. Es geht links bergauf. Am Waldrand erreicht man den Punkt Cervena Jama und eine urige Einkehrmöglichkeit. Die kleine bewirtschaftete Holzhütte bietet sich als Rastmöglichkeit numittelbar an der Loipe an. Anschließend folgt ein Abschnitt, der hauptsächlich über Freiflächen eines ehemaligen Bergbaugeländes führt (Schneeverwehungen möglich, Loipe mit Holzstangen markiert). Dabei bieten sich schöne Aussichten auf den Pleßberg (Plesivec). Auch der Keilberg (Klinovec) wird erstmals sichtbar.

Nach insgesamt 20 Kilometern passiert man ein Haus, einen ehemaligen Armeewagen und eine kleine Straße (Hrebecna - Ryzova). Anschließend geht es weiter über Freiflächen mit potenziellen Nassstellen bis wieder der Wald erreicht wird. Nun führt die Loipe leicht bergauf an einem Weiher vorbei. An einer Loipengabelung orientiert man sich links (rechts Rückweg Loipe Karluv beh).

Nach einem weiteren Kilometer folgt rechts die Abzweigung der Loipen zum Plesivec (Pleßberg) sowie der Hinweg der Loipe Karluv beh. Eine kurze mittelschwere Abfahrt folgt, anschließend zweigt die Skimagistrale links ab und führt leicht bergauf. Nach insgesamt 25 Kilometern erreicht man eine Schutzhütte. Die Loipenausschilderung weist links/geradeaus den Weg der Skimagistrale (SM) nach Oberwiesenthal (bis Oberwiesenthal Skiarena ca. 8 Kilometer, bis Oberwiesenthal Ortsmitte ca. 10km, bis Tellerhäuser ca. 6 Kilometer), die tschechische Skimagistrale (KLM) wird leicht rechts/geradeaus geleitet. Achtung! Oftmals ist dieser kurze 400 Meter lange Abschnitt der KLM vor dem Gottesgaber Spitzberg nicht gespurt, häufig beeinträchtigen nasse Stellen das Fortkommen. Man sollte diesen Weg aber unbedingt nutzen, da man sonst einen Umweg fährt.

Skimagistrale nach Bozi Dar:
Wer die Skimagistrale weiter ins Osterzgebirge fortsetzen will, sollte sich hier an der KLM orientieren und nach Bozi Dar laufen. Die KLM ist gut ausgeschildert und verläuft östlich am markanten Spitzberg (1115m) vorbei. Kurz vor dem Spitzberg trifft man auf die Spitzbergloipe (okruh Spicak) und orientiert sich rechts. Mit 1050m wird in diesem Bereich der höchste Punkt dieses Skimagistralenabschnitts erreicht. Es folgt eine ebene Strecke ohne nennenswertes Gefälle. Links zweigt die Spitzberg-Skatingloipe ab. 1,5 Kilometer vor Bozi Dar erreicht man den Waldrand. Hier trifft man die Loipe westlich um den Spitzberg. Der letzte Kilometer bis Bozi Dar muss auf freier Fläche zurückgelegt werden (Verwehungen möglich, evtl. auch nasse Stellen). Der Weg ist mit Holzstangen markiert. Kurz vor dem Ortseingang unterquert man die Straße Bozi Dar - Myslivny und man erreicht Bozi Dar an der Pension Schneeberg. Im Ort befinden sich diverse Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, die in der Hauptsaison trotzdem alle gut belegt sein können. Alternative Übernachtungsmöglichkeiten in Deutschland bestehen in Oberwiesenthal und Tellerhäuser.

Skimagistrale nach Oberwiesenthal:
Die als SM gut ausgeschilderte Strecke führt kurz in Richtung Nordwesten, zweigt dann aber wieder deutlich sichtbar nach rechts (Nordosten) ab. Der Gottesgaber Spitzberg (Spicak) wird westlich umfahren. Nach Passage einer Freifläche führt der Weg später wieder in den dichteren Wald. Während links und rechts jeweils Loipen abzweigen, führt die SM weitgehend geradeaus (leichte Abfahrt nördlich des Spitzbergs). Bei Kilometer 27 quert man die kleine Straße Bozi Dar - Horní Blatná, die Loipe führt dann kurz auf freier Fläche, anschließend im Wald leicht bergauf. Nach rund 28 km zweigt die Skimagistrale nach Oberwiesenthal rechts ab, während geradeaus eine Loipe nach Tellerhäuser führt (2 km). Geradeaus befindet sich eine kleine Skihütte als Einkehrmöglichkeit mitten im Wald. Man folgt der Ausschilderung und verlässt kurz vor dem Ski-Grenzübergang Hubertky/Deutsches Gehau die breite Loipe nach links (rechts Anschluss Bozi Dar). Am Grenzübergang nach rund 30 km folgt man rechts der Loipe zum Skistadion Oberwiesenthal. Nahe der Bächelhütte muss man die Straße queren. Anschließend orientiert man sich erneut rechts bergauf (in Gegenrichtung mittelschwere Abfahrt). Am Ende des Anstiegs wird der große Loipenparkplatz an der Skiarena erreicht (zentraler Loipeneinstieg, insgesamt 33km). Nun folgt man kurz den Loipen Richtung Fichtelberg. Beim Hotel Sachsenbaude (Einkehrmöglichkeit) quert man die Straße. Es folgt ein kurzes ebenes Teilstück. An der nächsten Loipenkreuzung folgt man dem Schild "Skimagistrale" nach Oberwiesenthal (rechts Anschluss zum Berggasthof "Neues Haus" an der Staatsgrenze). Es folgt eine längere mittelschwere Abfahrt bergab nach Oberwiesenthal. Nahe des Hotels "Am Fichtelberg" am westlichen Ortseingang erreicht man nach insgesamt 35km den Zielpunkt.

Weitere Informationen zur Tourenplanung

Touren für Tagestouristen ohne gleichen Hin- und Rückweg:

Gesamte Strecke:

In der Vergangenheit wurden teilweise Skibusse zwischen Oberwiesenthal/Bozi Dar und Johanngeorgenstadt angeboten, sodass eine Tagestour über die gesamte Etappenlänge möglich war. Dieser Service bestand in letzter Zeit jedoch nicht mehr. Mit zweimal Umsteigen besteht nur eine sehr schlechte Busverbindung zwischen beiden Orten. Eine bessere und schnelle Busverbindung besteht in Tschechien zwischen Potucky (als unmittelbarer Nachbarort von Johanngeorgenstadt, schnell erreichbar mittels Anschlussloipe Unterjugel) und Bozi Dar mit einmal Umsteigen in Jachymov. Bei Anreise mit dem Zug aus z.B. Chemnitz oder Zwickau könnte man auch die Bahn nutzen, da Johanngeorgenstadt wie auch Oberwiesenthal über eine Bahnanbindung verfügen. Vom Bahnhof Johanngeorgenstadt aus muss man allerdings zunächst 2km die Skier tragen bis zum Loipeneinstieg (Zubringer Altstadt oder Mittelstadt). Für Tagestouristen bietet es sich wie bereits erwähnt an, die Tour in entgegengesetzte Richtung zu laufen. Alternativ bleibt noch die Variante der Anreise mit 2 Autos.

Teilstrecken:

1. Johanngeorgenstadt - Pernink / Horni Blatna
Skiläufer, die nur einen Teil der Strecke laufen möchten, können die Zugverbindung zwischen Pernink oder auch Horni Blatna und Johanngeorgenstadt nutzen. Der Bahnhof Pernink ist mittels Anschlussloipe sehr gut erreichbar. Auch der Bahnhof Horni Blatna ist nicht weit vom Loipeneinstieg in Horni Blatna entfernt. Falls gerade kein Zug fährt, könnte man alternativ auch den Bus bis Potucky nutzen. Die Verbindung mittels Zug und Bus besteht wochentags wie auch am Wochenende mehrmals täglich.

2. Bozi Dar - Abertamy / Pernink / Horni Blatna
Wer in Bozi Dar startet, könnte wiederum ab Abertamy (Anschlussloipe von der Skimagistrale), Pernink oder Horni Blatna mit dem Bus und Umstieg in Jachymov recht schnell und bequem wieder nach Bozi Dar zurückkehren. Am Wochenende besteht nur eine gute Busverbindung nachmittags von Potucky über Horni Blatna, Pernink und Abertamy nach Bozi Dar. Wochentags bestehen mehrere gute Verbindungen. In Gegenrichtung von Bozi Dar nach Potucky sind die Wartezeiten beim Umsteigen länger.

weitere Informationen:
idos.cz
vms.de

Achtung! Mögliche Fahrplanänderungen können zu Veränderungen führen. Bitte nehmen Sie einen Skisack zum Transport der Skier im Bus mit.

Informationen für Mehrtagestourenskiläufer

Prinzipiell ist die Tour Johanngeorgenstadt - Bozi Dar für mittelmäßig trainierte Skiläufer gut schaffbar. Die Tour bis Oberwiesenthal ist etwas länger und vergleichbar mit der Distanz der Kammloipe. Zwei Dinge können die Tour allerdings erschweren: 1. Die Strecke wird nicht täglich sofort nach Neuschnee frisch gespurt. Insgesamt ist die Präparation zwar mittlerweile schon sehr zuverlässig, aber eben nicht täglich. Ohne maschinelle Spur geht es deutlich langsamer voran. Man sollte daher einen Zeitpuffer einplanen. 2. Die Strecke ist vor allem oberhalb von Hrebecna sehr anfällig für Schneeverwehungen. Als Einkehrmöglichkeit hatte ich ein Lokal mit böhmischer Küche am Marktplatz von Horni Blatna gewählt. Horni Blatna ist bequem mittels einer Anschlussloipe erreichbar. Alternativ kann man auch zum Skihang nach Pernink oder auch ins Perninker Ortszentrum fahren, wo sich auch ein Gasthaus befinden sollte. Wer dann auf der anderen Seite des Ortes wieder in die Loipen einsteigt, spart sogar Loipenkilometer. Ansonsten ist die bereits erwähnte Einkehrmöglichkeit nahe der Roten Grube direkt am Streckenrand der Skimagistrale zu empfehlen (außerhalb der Hauptsaison manchmal wochentags geschlossen).