In diesem Bereich soll der Abschnitt der erzgebirgischen Skimagistrale (KLM) von Dlouha Louka (Langewiese) bis Adolfov (Adolfsgrün) vorgestellt werden, welcher ausschließlich auf tschechischem Gebiet verläuft. Die Strecke führt von Dlouha Louka nach Cinovec direkt auf dem Gebirgskamm, von wo aus man problemlos Altenberg erreichen kann. Anschließend wird aber noch weiter in östliche Richtung gespurt. Damit ist das letzte Teilstück zwischen dem tschechischen Zinnwald und Adolfov (Adolfsgrün) nicht mehr Bestandteil des "deutschen" Skifernwanderwegs, der Schöneck mit Altenberg verbindet. Da aber im gesamten Kammgebiet eine Überschneidung der deutschen mit der tschechischen Skimagistrale stattfindet, ist es sinnvoll auch dieses Teilstück der tschechischen Skimagistrale hier aufzuführen. Zu beachten ist, dass eine maschinelle Loipenpräparation meist nur am Wochenende erfolgt.

Auf deutscher Seite sind die Orte Altenberg, Zinnwald und Geising die östlichsten Wintersportzentren des Erzgebirges. Östlich der Müglitz werden kaum noch schneesichere Höhenlagen von über 700m erreicht. In Tschechien findet man dagegen mit dem Mückenberg (Komari hurka) und dem Skigebiet Telnice/Adolfov noch attraktive und schneesichere Wintersportgebiete weiter östlich. Nur langsam beginnt der Kamm an Höhe zu verlieren. Der Mückenberg ist der östlichste Erzgebirgsberg mit über 800 Metern Höhe, von wo aus man bei gutem Wetter traumhafte Blicke nach Böhmen genießen kann. Bei Adolfov (Adolfsgrün) werden immerhin nochmals 796m (Zechberg/Rudny vrch) erreicht. Aus geologischer Sicht endet bei Naklerov, einem Ortsteil von Petrovice, das Erzgebirge. Die neue Autobahn führt in diesem Bereich über den Kamm. Östlich schließt sich das Elbsandsteingebirge an und die Höhenlagen erreichen kaum noch 650m. Rund um Tisa, einige Kilometer nordöstlich von Naklerov, sind jedoch noch regelmäßig Skiloipen gespurt. Seit der Wintersaison 2016/17 wird die KLM-Skimagistrale über Krasny Les, Petrovice und Rajec bis Tisa bzw. Sneznik durchgängig gespurt (Adolfov - Sneznik sind ca. 24 Kilometer). Aufgrund der deutlich geringeren Höhenlage rund um Petrovice und Tisa ist die Schnesicherheit jedoch deutlich geringer. Bei guter Schneelage ist die so genannte "Hohe Tour" sehr beliebt, die zunächst wie die KLM nach Adolfov führt und dann über ungespurtes Gelände über Tisa weiter östlich bis ins Elbtal fortgesetzt wird.

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  Höhe Kilometer Station
860m 0 Dlouha Louka
2 800m 3 Pod vrchem Tri panu
3 875m 4 Vrch Tri panu
4 860m 5 Waldausgang an den Windrädern
5 830m 6,5 Querung Straße zum Stürmer (Bournak)
6 810m 7 Querung Straße Mikulov - Nove Mesto
7 810m 9 Vitiska/Mikulaska
8 870m 13,5 Waldausgang am Großen Lugstein, Abzw. Zinnwald
9 860m 14,5 Cinovec, Querung Hauptverkehrsstraße
10 800m 22,5 Mückentürmchen (Komari vizka)
11 760m 25 Habartice
12 750m 28 Adolfov

Ab Dlouha Louka (Pension bzw. Loipenparkplatz) nutzt man zunächst die breite Loipe auf dem Feld bergauf nach Nordosten. Am Waldrand angekommen teilt sich die Loipe. Man folgt der roten bzw. gelben Markierung in den Wald. Anschließend führt die Loipe zunächst leicht bergab durch den Wald. Rechts zweigt zunächst eine Loipe ab, die man aber nicht nimmt. Erst danach erreicht man eine breite Waldschneise. Hier folgt man der gelben und roten Markierung nach Osten. Kurz darauf erreicht man den Pod vrchem Tri panu - eine Loipenkreuzung. An dieser Stelle folgt man nun der Markierung nach Nove Mesto geradeaus. Es folgt ein leichter Anstieg bis zum eigentlichen Berg Tri panu. Hier folgt man der Loipenausschilderung geradeaus leicht bergab. Später erreicht man den Waldausgang.

Die Loipe führt nun über ein windanfälliges Teilstück an den drei großen Windrädern vorbei zur kleinen Siedlung Nove Mesto. In diesem Bereich zweigt eine kleine Loipe zum Ortskern links ab. Ein kleiner geräumter Weg muss gequert werden. Nach weiterem Verlauf auf freiem Feld wird die Straße hinauf zum Berg Bournak (Stürmer) erreicht (Parkplatz für alpines Skigebiet). Auch diese kleine Straße quert man. Es folgt eine leichte Abfahrt zur Straße Nove Mesto - Mikulov.

Nach Querung der Straße folgt man der Loipe auf freiem Feld bis man wieder den Waldrand erreicht. Nun verläuft die Strecke über einen schmalen Bergrücken, wo beiderseits des Weges der Hang direkt steil abfällt mit teilweise schönem Blick nach Süden. An keiner anderen Stelle ist der Erzgebirgskamm so schmal wie hier, auch wenn es nach Norden zu nicht allzu weit bergab geht. Anschließend folgt ein Anstieg (in Gegenrichtung mittelschwere Abfahrt) zum Klinovcik. Nach Erreichen des Waldausgangs folgt eine leichte Abfahrt auf freiem Feld zu den beiden Häusern Wittichbaude (Vitiška) und Mikulaska als Pensionen und Einkehrmöglichkeiten. Links zweigen hier auch zwei örtliche Loipen von Nove Mesto aus ein. Nun geht es wieder in lichten Wald. An der Mikulaska-Baude orientiert man sich links. Nun führt die Skimagistrale auf breitem Weg (im Winter normalerweise für den Autoverkehr gesperrt) direkt nach Cinovec, dem tschechischen Teil von Zinnwald. Nach Passage einer Schutzhütte (links Abzweigungen Richtung Rehefeld und Moldava, rechts Abzweigungen Richtung Bornhauberg) folgt nochmals ein längerer Anstieg. Vor Zinnwald ist die Strecke flach bis leicht abfallend. Am Waldrand angekommen, kann man bereits die ersten Häuser von Cinovec erkennen. Links zweigt eine Loipe über die Grenze zur Kahlebergloipe ab, welche sich nur etwa 200m entfernt befindet.

Von Cinovec nach Altenberg:

Skiläufer aus Deutschland, die Altenburg als Endpunkt gegenüber Adolfov bevorzugen, sollten bei Cinovec/Zinnwald-Georgenfeld die Grenze queren. Man nutzt die besagte Loipe links und erreicht in wenigen Metern die Loipe Kahleberg. Hier orientiert man sich zunächst Richtung Georgenfeld. Die Loipe passiert den Großen Lugsteinhof und führt leicht bergab auf breiter Waldschneise. In einer leichten Senke muss ein kleiner geräumter Weg, der zum Biathlonstadion führt, gequert werden. Hier verlässt man die breite Waldschneise nach rechts und nutzt einen kleineren parallel verlaufenden Weg, der als Loipe ausgewiesen ist. Es folgt ein Anstieg leicht bergauf bis zum Alten Zaunhäuser Weg (rechts zuvor bereits ein Abzweig zum zentralen Loipenparkplatz). Hier orientiert man sich nach rechts und folgt der Loipenausschilderung zum Bahnhof Altenberg (siehe Abschnitt Osterzgebirgsloipe).

Von Cinovec nach Adolfov:

Bei den ersten Häusern von Cinovec zweigt die Skimagistrale (KLM/KBS) leicht rechts ab und führt am Golfplatz vorbei. Nach insgesamt rund 14,5 km erreicht man die Hauptverkehrsstraße. In Cinovec bestehen diverse Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Die Loipe führt nach Querung der Straße mittels einer Brücke anschließend am Waldrand entlang nach Osten. Nach rund einem Kilometer ab Ortsausgang Cinovec orientiert man sich leicht rechts. Die Loipe verläuft nun nach Südosten mittelschwer bergab und später leicht südlich des Hauptkamms entlang. Die Strecke führt überwiegend durch Fichtenwald und bietet vor Horni Krupka einen schönen Aussichtspunkt. Alternativ kann man zwischen Cinovec und Mückentürmchen auch die nördlichere, direkter auf dem Hauptkamm verlaufende Loipenvariante nutzen, die letztlich ebenso zum Ziel führt (siehe Loipenplan). Falls nicht maschinell gespurt sein sollte, sind auf dieser nördlichen Route manuelle Spuren wahrscheinlicher.

Nach insgesamt rund 21 Kilometern erreicht man eine Freifläche mit einem Haus, welches zu Horni Krupka gehört. Die Loipe führt rechts neben einem geräumten Weg entlang. Anschließend quert man die Straße Krupka - Fojtovice (hier Parkplatz). Man läuft nun einen geräumten, aber nicht gestreuten Weg 300m bergauf zum 808 Meter hohen Mückenberg. Hier befindet sich das sogenannte Mückentürmchen (Komari Vížka) als Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit. Vom Berg aus kann man eine herrliche Fernsicht ins böhmische Becken und die umliegenden Berge genießen. Anschließend führt die Loipe mittelschwer bergab, später ebenerdig auf freier, windanfälliger Fläche zur kleinen Häusersiedlung Habartice.

Die Strecke verläuft nun auf der Straße nach Adolfov. Die Straße ist im Winter normalerweise nicht geräumt und damit für den Autoverkehr gesperrt. Mit Erreichen des Ortseingangs von Adolfov endet die Loipe. Wenige Meter später am anderen Ortsende befindet sich eine Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit (Hotel Adolfovský Dvůr) sowie der Startbereich weiterer örtlicher Loipen.

Von Adolfov nach Tisa/Sneznik:

Seit der Wintersaison 2016/17 ist die KLM-Skimagistrale noch bis Tisa bzw. Sneznik ausgewiesen und regelmäßig gespurt. Der weitere Verlauf des Skiwanderwegs östlich von Adolfov ist jedoch deutlich weniger schneesicher mit Höhenlagen zum Teil unter 500 Metern. Die Loipe verläuft nördlich des Erzgebirgshauptkamms nahe der deutschen Grenze. Die Strecke enthält mehrere mittelschwere bis schwere Abfahrten mit entsprechend viel Höhenmetern, bietet dabei aber eine sehr abwechslungsreiche Landschaft.

Hierbei orientiert man sich in Adolfov an der Straße und folgt anschließend der Loipe links am Waldrand entlang Richtung deutscher Grenze. Zunächst führt die Loipe über freies Feld, anschließend geht es in Bereiche mit Sträuchern und einzelnen Laubbäumen. Vorsicht ist geboten ca. 2,5 Kilometer nach Adolfov: Hier muss ein Bach gequert werden am Ende einer Abfahrt. Später folgt eine lange Abfahrt bergab nach Krasny Les. In Krasny Les müssen die Ski wahrscheinlich kurz getragen werden (Weg gesplittet). Anschließend folgt ein Anstieg über freies Feld zur Autobahn Dresden - Prag. Die Autobahn wird nahe des markanten Špicák unterquert. Anschließend folgt eine mittelschwere Abfahrt im Wald bis zur Grenze im Mordgrund mit anschließend steilerem Anstieg. Im weiteren Verlauf folgt ein windanfälliges Teilstück (Mordovna). Nach einer erneut steilen Abfahrt mit steilem Gegenhang führt der Weg an Weidezäunen entlang bis hinunter nach Petrovice. Dabei muss ein "Rinderweg" gequert werden. Direkt bei Petrovice ist auch Vorsicht in der Abfahrt geboten, die direkt an der Straße endet. Es geht am Flugzeug (Einkehrmöglichkeit) vorbei und dann wellig weiter über Rajec nach Tisa an der Touristenbaude. Ab der Touristenbaude führt die Loipe bis nach Sneznik am Hohen Schneeberg. Spätestens ab Rajec befindet man sich geologisch im Elbsandsteingebirge.

Hintergrund Krušnohorská lyžařská magistrála (KLM) - Böhmische erzgebirgische Skimagistrale

Wie bereits einleitend auf der Übersichtsseite erklärt, ist der Begriff "Skimagistrale" eine deutsche Übersetzung des tschechischen Worts Krušnohorská lyžařská magistrála, kurz KLM. Die KLM ist ein bereits seit den 70er Jahren existierender Skifernwanderweg auf tschechischer Seite, der allerdings auch nur in Abschnitten gespurt und ausgeschildert ist. Der Verlauf von KLM und SM ist gerade im Osterzgebirge unterschiedlich. Da der Erzgebirgskamm mit Ausnahme des Kammloipenbereichs im Westerzgebirge mehr oder weniger deutlich südlich der Staatsgrenze zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik verläuft, war eine schneesichere Fernwanderloipe auf tschechischem Gebiet einfacher zu realisieren als in Sachsen - besonders zu Zeiten als grenzüberschreitende Skiwanderungen noch nicht möglich waren wie heute.

Die Krušnohorská magistrála existiert sowohl als Skivariante als auch als Radwanderweg (Achtung! unterschiedliche Streckenführung). Die Skivariante (lyžařská magistrála) hat in Bublava ihren westlichen Startpunkt. Zwischen Korec und Gottesgaber Spitzberg ist der Verlauf von KLM und SM identisch. Der westliche Bereich der KLM ist im Bereich des Keilberg-Skigebiets unterbrochen, östlich davon aber wieder markiert und gespurt bis Horni Halze bzw. Medenec.

Eine wesentliche Bedeutung kommt der KLM dann erst wieder im Osterzgebirge zu, wo diese bei guten Schneeverhältnissen durchgängig gespurt wird. Im Osterzgebirge besteht eine rote, teils auch orangene Skiloipenausschilderung mit KBS-Symbol. Entgegen mancher Darstellung ist der Verlauf der KLM-Skimagistrale nicht zwingend identisch mit dem rot markierten E3-Fernwanderweg.