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Die "Hohe Tour" - Der Klassiker von Altenberg ins Elbetal


Die "Hohe Tour" ist ein Klassiker der langen Skitouren im Osterzgebirge und Elbsandsteingebirge. Voraussetzung ist eine sehr gute Schneelage, was je nach Winter nicht allzu häufig vorkommt. Von Altenberg aus geht es bergab bis nach Schöna im Elbetal. Nicht weniger als 740 Höhenmeter liegen zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Punkt der Strecke. Ab Zinnwald führt die Strecke in die Tschechische Republik. Viele Skiläufer sparen sich ein paar Kilometer, indem sie in Zinnwald-Georgenfald anstatt Altenberg die Tour beginnen. Im Anschluss werden der Mückenberg, Adolfov und Tisa passiert. Später sind verschiedene Routen denkbar. Beispielsweise kann man komplett auf tschechischer Seite bleiben und über Snznik, Maxicky nach Dolny Zleb ins Elbetal gelangen. Denkbar ist auch, dass man schon bei Rosenthal die Grenze passiert und dann grenznah nach Schöna läuft. Die hier vorgestellte Strecke wählt dagegen einen späteren Grenzübertrittt am sogenannten "Böhmischen Tor" unweit von Schöna. Diese Variante wurde mir von mehreren erfahrenen "Hohe Tour"-Skiläufern als die "beste" beschrieben. Nach Passage des Schneebergs bei Sneznik sind kaum noch Gegensteigungen zu meistern und die Abfahrten sind auch großteils gut fahrbar. Durch das Schengenabkommen ist ein Grenzübertritt am Böhmischen Tor unproblemtisch.



Die folgende Streckenvariante und Beschreibung ist von Thomas Ermer zur Verfügung gestellt, der bereits dutzende Male die Hohe Tour in verschiedenen Varianten gelaufen ist. Es sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, dass dies nur eine von vielen möglichen Streckenvarianten ist. Eine Streckenvariante über Dolny Zleb findet man bei hohetour.de.


Streckenlänge: 58 km (beschriebene Streckenvariante)                           
Schwierigkeitsgrad: schwer
Klassik/Skating: nur Klassik (am besten ältere Skier mit höheren Spitzen)
Präparierte Strecke: mit etwas Glück ist bis Adolfov gespurt, selten auch zwischen Tisa und Sneznik
Höhenlage: 140-880m
Schneesicherheit: gering (je nach Wintersaison nur an wenigen Tagen im Jahr durchführbar)
Einkehrmöglichkeiten: Mückentürmchen, Tisa, Schöna (Waldschänke)
Sonstige Hinweise: Stirnlampe mitnehmen - falls man es nicht mehr bei Helligkeit bis Schöna schafft


Hohe Tour-Variante über Mückenberg, Tisa und Böhmisches Tor nach Schöna im Elbtal

Höhe Kilometer Station
1 760m 0 Altenberg Bahnhof
2    880m 4,5 Georgenfeld Skigrenzübergang
3 860m 6 Loipenbrücke Cinovec
4 800m 13,5 Mückentürmchen
5 750m 16 Habartice
6 750m 18,5 Adolfov
7 680m 26 Querung Straße Petrovice - Adolfov
8 530m 31,5 Tisa Ortsmitte
9 590m 33 Tisa Touristenbaude
10 600m 38 Sneznik
11 510m 42,5 Querung Straße Sneznik - Decin
12 470m 46,5 Maxicky
13 420m 51 Grenzübergang Böhmisches Tor
14 320m 54,5 Waldschänke Schöna
15 140m 58 Schöna Bahnhof


Höhenprofil Hohe Tour Altenberg - Schöna
Höhenprofil Hohe Tour Altenberg - Schöna
GPS-Informationen zum Download (externe Webseite)
Hinweis: Tabelle und Höhenprofil können je nach Streckenvariante abweichen


siehe auch:
» Loipen Altenberg und Zinnwald
» Loipen Adolfov
» Loipen Tisa
» Skimagistrale (KLM) Dlouha Louka - Adolfov

» Loipenplan Altenberg (Bilddatei)
» Loipenplan Altenberg (pdf-Datei)
» Loipenplan Cinovec bis Adolfov (Bilddatei)
» Loipenplan Cinovec bis Adolfov (pdf-Format)


externe Links:
» Webseite zur Hohen Tour


Hohe Tour am Mückentürmchen
 2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  © Thomas Ermer


Unter der so genannten Hohen Tour kursieren zahlreiche Varianten, wobei vor allem seit der Grenzöffnung fast ausschließlich eine rein böhmische Streckenführung genutzt wird. Gegen die auf deutscher Seite verlaufende Strecke spricht, dass Loipen praktisch nirgends, Einkehrmöglichkeiten kaum und zu querende Taleinschnitte reichlich vorhanden sind. In der folgenden Beschreibung gehe ich auf die meiner Erfahrung nach schnellste Variante ein und verweise nur kurz auf Alternativen.

Da Start und Ziel an weit entfernten Orten liegen, ist die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel fast schon obligatorisch. Während die Abreise ab Schöna (oder Dolny Zleb) nur mit der Bahn erfolgen kann, nutzen Frühstarter als Zubringer zum Start gern den Bus von Dresden nach Zinnwald, wodurch sich die Gesamtstrecke um knapp 5 km verkürzt. Meiner Meinung nach bequemer ist die Anreise per (Wintersport) Zug nach Altenberg. 150m südlich vom Bahnhof befindet sich der Einstieg in die Loipen.

In Richtung Kahleberg steigt das Gelände dezent an, zunächst über freies Feld, später durch bewaldetes Gelände. Man orientiert sich am „Alten Zaunhäuser Weg“ bis zur Schneise 30 (Abkürzung über den nicht geloipten Moorweg möglich). Diese führt immer geradeaus vorbei am Hotel Lugsteinhof bis zur Grenze hinter der Wetterstation. Hier könnte die Wegfindung erstmals problematisch werden, da nur sporadisch maschinell gespurt wird und häufig Nebel die Orientierung erschwert. Strikt geradeaus fahrend steuert man auf einen ca. 100m rechts eines Funkmastes liegenden Durchschlupf durch einen Baumgürtel zu, um unmittelbar dahinter dezent (!) nach links zu schwenken. 250m weiter sollte man eine kleine Straße erreichen, die abfallend zu einer Skibrücke leitet. Die dahinter beginnende, meist mit Ski befahrbare Straße führt direkt zur Skimagistrale. Die Chancen, hier auf eine Loipe zu treffen, stehen nicht schlecht. Bis zum Mückentürmchen folgt man nun der roten Markierung, nur eine einzige steilere Abfahrt über freies Feld erfordert etwas Konzentration. Den Anstieg zum Mückentürmchen hinauf trägt man besser die Bretter. Wer auf Einkehr gesetzt hat, sollte die örtlichen Möglichkeiten in Erwägung ziehen, da erst in Tisa wieder offene Lokalitäten garantiert sind (ob die neue Kneipe in Adolfov zuverlässig geöffnet hat, muss sich erst noch zeigen).

Die folgenden Kilometer sind extrem windanfällig und daher oft verweht. Der Wegverlauf ist aber durch Stangen markiert. Die Abfahrt vom Mückentürmchen kann extrem schnell sein (55 km/h erreichte ich dort schon), also Vorsicht! Bis Habartice, durch die Ruine eines Wohnhauses weithin sichtbar, steigt das Gelände sanft an, es folgt welliges Terrain bis nach Adolfov. Die Kneipe, falls geöffnet, befindet sich rechter Hand (ca. 100m). Wir steuern aber direkt durch den Ort bis hinter das seit Jahren geschlossene Hotel. Hier befindet sich das Startgelände der Ortsloipen.

Und hier hat der Kandidat die Qual der Wahl:

1. Entweder der am Waldrand verlaufenden Loipe (oft vorhanden) in Richtung Osten bis zum Ende folgen. Nun am Waldrand weiter (Ecken abkürzen), die Straße von Krasni Les nach Telnice kreuzend, bis zu einer weiteren Straße nahe einer Hüttensiedlung.

2. Wie (1) bis kurz vor das Loipenende. Rechts ist die rote Markierung leicht zu übersehen. Es folgt eine anfangs steile Abfahrt (erste Linkskurve ist kritisch), an Abzweigen hält man sich immer geradeaus (was  i.d.R. identisch mit der markantesten Spur ist). Man passiert eine Straße, der Weg führt nun nach oben. Am Ende des Anstiegs geht es stark links weg. Bei fehlender Spur ist nun Orientierungssinn gefragt: Immer der deutlichsten Schneise durch die Schonungen folgen! Sobald man auf eine Straße trifft, folgt man dieser nach links bis zum Waldrand (Zusammenkunft mit der Waldrand-Variante (1)).

3. Bei starkem Wind bietet sich die südliche, im Wald verlaufende Strecke an. Hierzu fährt man vom Startgarten direkt nach Süden in den Wald (Wochenendhütten) und behält die Richtung an der ersten Loipenkreuzung bei. Wenig später dreht die Loipe nach links. Wer nun auf eine kurze rasante Abfahrt in einer nicht einzusehenden seichten Links-Rechtskurve trifft (Auslauf ist vorhanden!), ist auf dem rechten Weg. Nun immer am Hang entlang (rote Wanderwegmarkierung), bis der Weg mit einem moderaten Anstieg nach links leitet. Nach 150m geht es rechts weiter und vor der ersten Abfahrt trifft man auf Variante (2) – allerdings nach deren heiklen Abfahrt.

Im Strecken- und Höhenprofil ist Variante 3 genutzt worden.
 
Der Weiterweg windet sich durchs Gehölz (Funkmast linkerhand), es folgt eine Abfahrt über freies Feld, dann rechts im Wald eine weitere Abfahrt zu einem Weiher, den man über die Staumauer passiert (oder direkt drüber, wenn man sich der Tragfähigkeit des Eises sicher ist). Der folgende Anstieg zielt in Richtung Waldecke, dann nahe des Waldrands bleibend bis zum Ende der freien Fläche. Die folgende Waldschneise verlässt man nach ca. 400m nach links (die rote Markierung befindet sich erst 15m hinter dem Abzweig). Weitere 150m später folgt eine Abfahrt durch einen Hohlweg (gefährlich!).

Die Straße (248, bis Eröffnung der Autobahn E55) überquert man, läuft erst zwischen, dann (rechts) an mehreren noblen Anwesen vorbei und in den Wald hinein (Schranke). Nach 300m hält man sich unmittelbar nach Ausfahrt aus dem Wald stark nach links. Der Wanderweg (rote Markierung) führt hier geradeaus weiter. Auch dieser führt nach Tisa, birgt aber einen enormen Anstieg in sich.

Nach Passage der Senke erkennt man von einer seichten Anhöhe aus eine Einzäunung, an der man rechts vorbei läuft. Dahinter nach links (Bachquerung) und nach ca. 100m durch dichteren Wald geht es 90° nach rechts auf eine lange Schneise, die tendenziell bergab verlaufend ohne größere Richtungsänderungen aus dem Waldgebiet heraus führt. Man passiert eine kleine Straße und steuert über freies Feld in Richtung einer markanten Baumgruppe. Sobald man die dahinter liegende Anhöhe erreicht hat, hält man auf ein Holzhaus zu. Bei entsprechenden Bedingungen kann die dort beginnende Straße hinab in den Ort (Tisa) befahren werden. Der Straße folgt man bis zum Ende, läuft die Hauptstraße kurz hinauf und nach rechts bis zur Touristenbaude (Turistika Chata, gut 1 km Fußmarsch). Selten existiert unterhalb der Felswände eine Spur (Einstieg oberhalb der Kirche), aber mit Laufen ist man letztlich schneller.

An der Touristenbaude verlässt man die Straße und darf nach wenigen Metern die Ski anschnallen. Nach 150m (Radwegenummer 3017) geht es nach rechts, einen Kilometer später kreuzt man eine Straße und folgt bis zum Ort Sneznik dem Radweg. Um die weitere Richtung zu finden, zieht man bei Verlassen des Waldes gedanklich eine Linie über das linkeste Anwesen des Ortes in Richtung des Tafelberges. Die Auffahrt zum Schneeberg ist das nächste Ziel. Dieser folgt man 200m (vom Waldrand gemessen) aufwärts, bis sich die Straße nach rechts windet. Links (großes Holzschild) beginnt die Umfahrung des Tafelbergs. Da dies kein richtiger Weg ist, kann die Orientierung bei fehlender Spur sehr schwierig sein. Nach einer kurzen schnelleren Abfahrt geht es rechts in den Wald. Immer der „lichtesten“ Schneise folgend stößt man irgendwann auf den vom Schneeberg kommenden Wanderweg und 200m links auf eine Futterkrippe. Hier nach links abbiegen. Sobald der Weg in einen steilen Hohlweg übergeht, empfiehlt sich das Abschnallen und Tragen der Skier - es sind nur 150m bis zur Straße.

Über die Straße hinweg geht es anfangs steil bergan. Auf den folgenden Kilometern (grüne Markierung) ist ein Verfahren kaum möglich. Vor Maxdorf (Maxicky) sind auf einer Lichtung drei Sandsteinblöcke übereinander gestapelt. Hier geht es halb links in einer breiten Schneise weiter. Diese ca. 500m lange „Ortsumfahrung“ ist nicht markiert. Südlich von Maxdorf (Maxicky) trifft man auf eine Forststraße und folgt dieser nach links. Bis zum Abzweig nach Dolni Zleb sind es noch ca. 2km. Der Abzweig befindet sich nach einer langen Abfahrt und ist nicht zu verfehlen. Wer Dolni Zleb als Ziel auserkoren hat, biegt hier nach rechts ab. Einen Kilometer später geht es wieder nach rechts. Nur unerschrockene Recken lassen die Skier weiter an den Füßen. Es muss schon sehr viel Schnee liegen, damit das Befahren des immer steiler werdenden Weges gefahrlos möglich ist!

Ist Schöna das Ziel, hat man einen letzten kurzen Anstieg vor sich. 250 Meter danach verlässt man die nach rechts weisende Forststraße geradeaus und passiert nach weiteren 250 Metern die Grenze (Böhmisches Tor). Ca. 200 Meter nach Grenzübertritt trifft man auf eine Forststraße. Dieser folgt man nach rechts bis zu einer Schutzhütte (Kalkbude). Kurz zuvor leitet rechts ein Weg nach Schöna. Sobald man die Lichter vom „Reuterhof“ sieht (die meisten Skiläufer werden hier erst nach Einbruch der Dunkelheit eintreffen), kann man entweder (leicht links) darauf zu steuern (Waldschänke als Einkehrmöglichkeit) oder man fährt geradeaus weiter vorbei an einer Gartensiedlung und nutzt den Weg am Waldrand bis man den rechten (!) Waldzipfel des Zirkelsteins über freies Feld ansteuert. Eine rechtsseitige Umfahrung des Zirkelsteins ist weniger steil und daher besser zu fahren, als wenn man links um den Zirkelstein herum läuft. Linksseitig ist der Weg etwas weiter und mit einer kurzen steilen Abfahrt gespickt. Unterhalb des nächsten Waldgürtels fährt man zunächst parallel zu diesem ab und orientiert sich dann leicht nach rechts übers Feld. Nach ca. 500 Metern trifft man auf die Bahnhofsstraße. Hier wartet ein rutschiger knapp 10 Minuten währender Fußmarsch hinab zum Bahnhof.


Weitere Informationen zur Tourenplanung

Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ab Dresden:

Hinfahrt: Abfahrt 6.44 Uhr mit dem Bus ab Dresden Hbf (auch Einstieg Zinnwald möglich) oder 6.01 Uhr / 7.01 Uhr mit der Bahn (bis Altenberg)
Rückfahrt: Abfahrt 16.34 Uhr oder 17.34 Uhr mit der Bahn ab Schöna

Dauer der Skitour:

Je nach Fitness des Kandidaten, Bedingungen auf der Strecke und Ortskenntnis sind (ohne Einkehr) 5-10 Stunden für die ca. 52 km (Dolni Zleb) bzw. 57 km (Schöna) zu veranschlagen.



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